Der Herbst ist die Jahreszeit, in der Du beim Fotografieren eigentlich gar nicht danebengreifen kannst. Die Sonne steht auch mittags tief, das Licht ist weich und warm, morgens liegt Nebel über den Wiesen und die Bäume leuchten in Farben, die es den Rest des Jahres nicht gibt.
Und trotzdem kommen viele vom Spaziergang zurück und sind enttäuscht. Das Laub wirkt auf dem Foto braun, der Nebel grau und der Wald einfach nur dunkel.
Das liegt fast nie an der Kamera. Wenn Du den Herbst fotografieren möchtest, kommt es auf das Licht, die Perspektive und ein paar Einstellungen an, die im Herbst anders funktionieren als im Sommer. Wir haben Dir zehn Ideen für Deine Herbstfotos zusammengepackt, jeweils mit Werten, mit denen Du direkt starten kannst.
Kameraeinstellungen im Herbst: alle Startwerte im Überblick
Wenn Du nur schnell nachsehen willst, welche Kameraeinstellungen für Herbstlaub, Nebel oder Pilze passen: Hier stehen alle Startwerte aus diesem Artikel auf einen Blick. Ausführlich erklärt findest Du jedes Motiv weiter unten.
Für fast alle Herbstmotive gilt außerdem: Fotografiere in RAW und stell den Weißabgleich auf Bewölkt oder Schatten, damit die Farben warm bleiben. Die Werte sind Startpunkte, keine festen Regeln. Schau nach dem ersten Bild aufs Histogramm und passe von dort aus an.
| Motiv | Startwerte | Darauf achten |
|---|---|---|
| Herbstlaub im Gegenlicht | f/8, ISO 100 bis 400, Belichtungskorrektur minus 2/3 EV | Sonne hinter einem Stamm verstecken, Weißabgleich Bewölkt oder Schatten |
| Laub vor dunklem Hintergrund | Tele ab etwa 100 mm, f/4 bis f/5.6 | Hellen Himmel aus dem Bild lassen |
| Sonnenstrahlen im Wald | f/8 bis f/11, ISO 100, Stativ | Auf die hellen Strahlen messen, Histogramm prüfen |
| Nebel | Belichtungskorrektur plus 1 bis plus 2 EV | Ohne Korrektur macht die Kamera den Nebel grau |
| Pilze | f/5.6 bis f/11, ISO 400 bis 800 | Stativ oder Auflage, Selbstauslöser auf zwei Sekunden |
| Bach und Wasserfall | ISO 100, f/8 bis f/11, 1/2 bis 2 Sekunden | Stativ, an hellen Tagen ND-Filter |
| Fallender Regen | 1/60 Sekunde, f/4 bis f/5.6 | Dunkler Hintergrund, Licht von hinten oder von der Seite |
| Spinnennetz mit Tau | f/5.6 bis f/8, manueller Fokus | Parallel zum Netz fotografieren, windstille Morgenstunden nutzen |
| Eichhörnchen | 1/500 Sekunde oder kürzer, Tele ab etwa 200 mm | Kontinuierlicher Autofokus, auf das Auge scharfstellen |
| Porträt im Gegenlicht | f/2.8 oder offener, um 85 mm | Reflektor fürs Gesicht, für fliegendes Laub 1/500 Sekunde |
1. Herbstlaub in leuchtenden Farben
Wer den Herbst fotografieren will, landet fast immer zuerst beim Laub. Es ist das bekannteste Herbstmotiv und gleichzeitig das, an dem die meisten scheitern. Draußen leuchten die Bäume in Rot, Orange und Gelb, auf dem Display bleibt davon wenig übrig. Drei Dinge machen den Unterschied.
Lass die Sonne durch die Blätter scheinen. Stell Dich so, dass die Sonne hinter dem Laub steht. Das Licht scheint dann durch die Blätter, und sie leuchten von innen heraus. Die Sonne selbst versteckst Du hinter einem Stamm oder einem dichten Ast, sonst überstrahlt das Bild. Eine Belichtungskorrektur von minus 2/3 EV hilft, damit die hellen Blätter ihre Farbe behalten.
Dreh den Glanz mit dem Polfilter weg. Blätter haben eine glatte Oberfläche, die den hellen Himmel spiegelt. Dieser weißliche Schimmer schluckt die Farbe. Ein zirkularer Polfilter nimmt die Spiegelung weg. Dreh langsam am Ring und schau, wann das Laub am kräftigsten wirkt. Am besten klappt das bei Seitenlicht, bewölktem Himmel und nassem Laub. Im direkten Gegenlicht bringt der Polfilter dagegen kaum etwas. Rechne mit etwa 1,5 bis 2 Blendenstufen weniger Licht.
Stell den Weißabgleich wärmer. Der automatische Weißabgleich will Farbstiche ausgleichen und nimmt dem Laub dabei oft genau die Wärme, die Du fotografieren wolltest. Probier stattdessen die Voreinstellung Bewölkt oder Schatten. Bei Canon entspricht das ungefähr 6.000 und 7.000 Kelvin, bei anderen Herstellern weichen die Werte etwas ab. Wie der Weißabgleich genau funktioniert, erklären wir Dir in unserem Ratgeber zum Weißabgleich.
Pro-Tipp: Ein gelber Zweig vor hellem Himmel wirkt blass. Vor einem schattigen Waldrand oder dunklen Nadelbäumen leuchtet derselbe Zweig. Mit einem Teleobjektiv ab etwa 100 mm und Blende f/4 bis f/5.6 wird der Hintergrund zu einer ruhigen, dunklen Fläche.
2. Sonnenstrahlen im Wald
Lichtstrahlen, die schräg zwischen den Stämmen hindurchfallen, gehören zu den schönsten Herbstmotiven überhaupt. Sichtbar werden sie allerdings nur, wenn feiner Dunst oder Nebel in der Luft hängt. Das Licht wird an den winzigen Tröpfchen gestreut, und erst dadurch siehst Du den Strahl.
Die besten Chancen hast Du in der ersten Stunde nach Sonnenaufgang, nach einer klaren, kühlen und windstillen Nacht. Schau gegen die Sonne in den Wald und versteck sie hinter einem dicken Stamm. Dunkle Stämme im Hintergrund lassen die Strahlen leuchten.
Als Startwerte eignen sich Blende f/8 bis f/11 und ISO 100 vom Stativ. Miss die Belichtung auf die hellen Strahlen, nicht auf den dunklen Wald. Nach dem ersten Bild lohnt ein Blick aufs Histogramm: Sind die Strahlen ausgefressen, belichte kürzer. Versinkt der Wald komplett im Schwarz, gib etwas Licht dazu.
Sei rechtzeitig vor Ort. Sobald sich der Dunst auflöst, sind auch die Strahlen weg.
3. Nebel am Morgen
Nebel macht aus einer gewöhnlichen Wiese ein Bild mit Tiefe und Stimmung. Bäume treten hintereinander gestaffelt aus dem Grau, Silhouetten werden einfach und klar.
Die wichtigste Regel: Belichte heller, als die Kamera es will. Der Belichtungsmesser hält den hellen Nebel für zu hell und dreht ihn auf ein mittleres Grau herunter. Eine Korrektur von plus 1 bis plus 2 EV bringt das Weiß zurück.
Nebel ist so ein dankbares Thema, dass wir ihm einen eigenen Artikel gewidmet haben. Dort findest Du alles zu Vorbereitung, Wetterlage und Bildaufbau: Nebel fotografieren: Tipps und Tricks der Nebelfotografie.
4. Pilze fotografieren
Nach jeder feuchten Nacht stehen sie plötzlich da. Und fast alle machen denselben Fehler: einmal von oben draufhalten und weitergehen. Von oben sieht ein Pilz aus wie ein brauner Fleck im Laub. Das Bild entscheidet sich in den zehn Zentimetern über dem Waldboden.
Geh also runter auf Augenhöhe mit dem Pilz. Ein Klappdisplay hilft, und eine Mülltüte im Rucksack hält die Hose trocken.
Blende f/5.6 bis f/11. Ganz offen sieht verlockend aus, aber dann ist nur der vordere Rand des Hutes scharf. Je näher Du herangehst, desto weiter musst Du die Blende schließen.
ISO 400 bis 800 und ein fester Stand. Im Wald ist es dunkler, als es sich anfühlt. Mit f/8 landest Du schnell bei Belichtungszeiten, die aus der Hand verwackeln. Ein kleines Stativ, der Rucksack als Auflage und der Selbstauslöser auf zwei Sekunden lösen das Problem.
Bedeckter Himmel ist Dein bestes Licht. Direkte Sonne malt harte Flecken zwischen die Blätter. An einem grauen Tag siehst Du jede Struktur, und nach Regen leuchten die Farben zusätzlich.
Räum vorher den Vordergrund auf. Ein einzelner Grashalm quer durchs Bild zerstört die ganze Aufnahme. Blätter vorsichtig zur Seite legen, nichts abreißen und den Pilz bitte stehen lassen. Mehr zur Nahaufnahme findest Du in unserem Makrofotografie-Tutorial.
5. Bach und Wasserfall mit Herbstlaub
Ein Bach, über dem sich buntes Laub spiegelt, ist eines der schönsten Herbstmotive. Mit einer Langzeitbelichtung wird das Wasser weich und seidig, während Steine und Blätter scharf bleiben. Besonders schön wird es, wenn einzelne Blätter auf dem Wasser treiben oder an einem Stein hängen bleiben.
Als Startwerte eignen sich ISO 100, Blende f/8 bis f/11 und eine Belichtungszeit zwischen einer halben und zwei Sekunden. Je länger Du belichtest, desto weicher wird das Wasser. Bei kurzen Zeiten bleibt mehr Struktur erhalten.
Ohne Stativ funktioniert das nicht. Und an hellen Tagen reicht selbst die kleinste Blende oft nicht aus, um so lange zu belichten. Dann brauchst Du einen ND-Filter, der wie eine Sonnenbrille fürs Objektiv wirkt. Ein ND8 verlängert die Belichtungszeit um drei Blendenstufen, ein ND64 um sechs. An grauen Herbsttagen und im schattigen Wald kommst Du oft auch ohne aus.
Pro-Tipp: Der Polfilter ist hier doppelt nützlich. Er nimmt die Spiegelungen von der Wasseroberfläche und schluckt nebenbei noch etwas Licht, sodass Du länger belichten kannst.
6. Regen und Spiegelungen in Pfützen
Wer bei Regen drinnen bleibt, verpasst einige der stimmungsvollsten Bilder des Jahres. Zwei Ideen funktionieren besonders gut.
Fallenden Regen sichtbar machen. Vor einem hellen Himmel verschwinden die Tropfen. Vor dunklen Bäumen oder einer schattigen Hauswand werden sie deutlich, vor allem wenn Licht von hinten oder von der Seite kommt. Starte mit 1/60 Sekunde und Blende f/4 bis f/5.6. Sind die Streifen zu kurz, verlängere die Belichtungszeit. Wird der Regen zu einem Schleier, verkürze sie.
Spiegelungen in Pfützen. Nach dem Regen wird jede Pfütze zum Spiegel. Halte die Kamera so tief wie möglich, fast auf Höhe der Wasseroberfläche. Dann wird aus einer kleinen Pfütze ein großer See, in dem sich Bäume, Laternen oder der Himmel spiegeln. Wie Du dabei vorgehst, zeigen wir Dir ausführlich in unserem Guide für Pfützenfotos.
Ein Wort zur Ausrüstung: Abgedichtet heißt nicht wasserdicht. Fotografiere möglichst von einem trockenen Standort aus, nutze eine Regenhülle und wechsle das Objektiv nicht im Regen.
Und wenn es einfach zu sehr schüttet: Auch drinnen findest Du schöne Herbstmotive. Ideen dafür haben wir in unserem Artikel zu Herbst-Stillleben, goldener Stunde und Nebelstimmung gesammelt.
7. Tau und Spinnennetze am Morgen
An kühlen Herbstmorgen hängen überall Spinnennetze voller Tautropfen in den Hecken und Gräsern. Am Tag sind sie unsichtbar, jetzt leuchten sie.
Der Trick ist das Licht. Ein Spinnennetz wirkt erst richtig, wenn die Sonne flach von hinten oder schräg von der Seite durch die Tropfen scheint. Dann glitzert jeder einzelne Tropfen. Wähle einen dunklen Hintergrund, zum Beispiel eine schattige Hecke, dann heben sich die Fäden deutlich ab.
Der Autofokus hat mit den feinen Fäden oft Probleme und stellt lieber auf den Hintergrund scharf. Stell deshalb manuell scharf und arbeite mit Blende f/5.6 bis f/8. Fotografiere möglichst parallel zum Netz, dann ist es über die ganze Fläche scharf.
Wind ist Dein Gegner. Schon ein leichter Luftzug bringt das Netz zum Schwingen. Die frühen Morgenstunden sind meistens am ruhigsten, und eine kürzere Belichtungszeit hilft zusätzlich.
8. Tiere im Herbst: Eichhörnchen und Zugvögel
Im Herbst sind viele Tiere besonders aktiv und damit gut zu beobachten.
Eichhörnchen sammeln jetzt Vorräte und verstecken sie. In Parks und Gärten sind sie oft an Menschen gewöhnt und lassen Dich näher heran als im Wald. Ein Teleobjektiv ab etwa 200 mm hilft trotzdem, damit Du sie nicht verscheuchst. Weil sie sich schnell und ruckartig bewegen, brauchst Du eine kurze Belichtungszeit von 1/500 Sekunde oder kürzer und den kontinuierlichen Autofokus. Geh auf Augenhöhe, und stell auf das Auge scharf. Ein Eichhörnchen mit einer Nuss zwischen den Pfoten vor buntem Laub ist ein Herbstbild, über das sich fast jede:r freut.
Zugvögel wie Kraniche und Wildgänse ziehen im Herbst in großen Formationen über Deutschland. Hier brauchst Du noch kürzere Zeiten, damit die Flügel scharf werden. Wie Dir das gelingt, haben wir in unserem Artikel Vögel im Flug fotografieren ausführlich beschrieben.
9. Fotoshooting im Herbst: Ideen für Porträts und Familienfotos
Für Porträts ist der Herbst die schönste Zeit im Jahr. Das Licht ist warm, das Laub liefert einen bunten Hintergrund, und niemand blinzelt in die grelle Mittagssonne.
Nutze das Gegenlicht am späten Nachmittag. Stell die Person so, dass die tiefe Sonne von hinten kommt. Die Haare bekommen einen hellen Lichtsaum, und das Gesicht liegt im weichen Schatten. Damit das Gesicht nicht zu dunkel wird, hilft ein Reflektor. Ein goldener Reflektor verstärkt die warme Stimmung. Welcher Reflektor wofür passt, erklären wir in unserem Artikel zu Reflektoren in der Porträtfotografie. Mehr zum Licht am Abend findest Du in unseren Tipps zur goldenen Stunde.
Offene Blende für einen weichen Hintergrund. Mit f/2.8 oder offener und etwas Abstand zwischen Person und Bäumen wird das Laub zu einem farbigen Teppich aus Unschärfe. Ein leichtes Tele um 85 mm ist dafür ideal, aber auch mit 50 mm klappt es gut.
Bring Bewegung ins Bild. Laub in die Luft werfen ist ein Klassiker, und das zu Recht. Stell eine Belichtungszeit von 1/500 Sekunde oder kürzer ein und nutz die Serienbildfunktion. Unter den vielen Bildern ist fast immer eins dabei, auf dem die Blätter genau richtig fliegen.
Kleidung in Herbstfarben. Gedeckte, warme Töne wie Senfgelb, Bordeaux, Rostbraun, Creme oder Dunkelgrün passen zum Laub. Neonfarben und große Logos lenken dagegen ab.
Bei Familienfotos: spielen lassen statt aufstellen. Kinder, die durch einen Laubhaufen toben, ergeben ehrlichere Bilder als jedes gestellte Gruppenfoto. Gib eine Aufgabe, zum Beispiel das schönste rote Blatt zu suchen, und fotografiere dabei.
10. Herbststurm und dramatische Wolken
Wenn ein Sturmtief durchzieht, wird der Himmel zum Motiv. Besonders spannend ist der Moment, in dem nach dem Regen die Sonne durchbricht. Dann treffen dunkle Wolken auf helles, warmes Licht, und die Landschaft leuchtet vor einem fast schwarzen Himmel.
Gib dem Himmel viel Platz im Bild, ruhig zwei Drittel. Ein Polfilter macht das Blau zwischen den Wolken kräftiger und hebt die Wolken stärker hervor. Bei sehr hohen Kontrasten zwischen hellem Himmel und dunklem Boden hilft eine Belichtungsreihe, die Du später zusammenfügst.
Bei starkem Wind wackelt selbst ein Stativ. Häng Deinen Rucksack an den Haken in der Mitte der Mittelsäule, zieh die Mittelsäule nicht aus und bleib möglichst niedrig. Weitere Tricks findest Du in unserem Artikel So gelingen Dir Fotos trotz Wind. Und bitte: Bei Sturm haben Wald und alte Baumbestände Pause. Herabfallende Äste sind keine Kleinigkeit.
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Ausrüstung zum Fotografieren im Herbst
Für gute Herbstfotos brauchst Du keine neue Kamera. Ein paar Kleinigkeiten machen draußen aber einen großen Unterschied.
Ein Stativ ist im Herbst wichtiger als im Sommer. Für Bäche, Nebel am frühen Morgen, Pilze im dunklen Wald und Spinnennetze brauchst Du lange Belichtungszeiten. Mit einer Stativplatte im Arca-Swiss-Standard wechselst Du die Kamera in Sekunden zwischen Stativ und Hand, ganz ohne Werkzeug.
Polfilter und ND-Filter sind die zwei Filter, die Du im Herbst am häufigsten brauchst. Damit sie im Rucksack nicht verkratzen, steckst Du sie in unsere Filtertasche. Sie ist gepolstert, hat wasserabweisende Reißverschlüsse und bietet Platz für bis zu acht runde Filter.
Ein Kamerabeutel macht jeden normalen Rucksack zur Kameratasche. Unser Neopren-Kamerabeutel mit Fleece-Fütterung schützt Deine Kamera vor Kratzern, Staub und Stößen, wenn Du über Wurzeln und nasse Steine kletterst.
Eine Handschlaufe gibt Dir Sicherheit, wenn es rutschig wird. Auf nassem Laub oder am Bachufer hast Du die Kamera fest am Handgelenk und trotzdem schnell schussbereit. Hier findest Du unsere Gurte und Handschlaufen.
Ersatzakku und Mikrofasertuch gehören in jede Jackentasche. Kälte zieht Akkus schneller leer, und bei Nebel und Nieselregen hast Du ständig Tropfen auf der Frontlinse.
Pro-Tipp gegen beschlagene Objektive: Wenn Du aus der Kälte in eine warme Wohnung kommst, schlägt sich Feuchtigkeit auf der kalten Kamera nieder, auch im Objektiv. Pack die Kamera deshalb schon draußen in einen gut verschlossenen Beutel und lass sie darin langsam auf Zimmertemperatur kommen, bevor Du sie herausnimmst.
Und jetzt raus mit Dir
Der Herbst ist kurz. Ein paar Wochen, dann ist das Laub gefallen und der Wald wird grau. Warte also nicht auf den einen besonderen Tag, sondern nimm, was das Wetter Dir gibt: Nebel am Morgen, Sonne am Nachmittag, Regen dazwischen. Für jedes davon hast Du jetzt eine Idee.
Und wenn Du im November noch ein Abendmotiv suchst: Am 24.11. geht ein Supermond auf. Wie Du den Supermond fotografieren kannst, zeigen wir Dir in einem eigenen Beitrag.
Den Herbst fotografieren heißt am Ende vor allem: rausgehen, auch wenn das Wetter erst einmal grau aussieht. Pack Stativ und Polfilter ein, zieh feste Schuhe an und geh los. Und wenn Du ein Herbstfoto hast, auf das Du stolz bist: Zeig es uns. Wir freuen uns über jedes einzelne.
Häufige Fragen
Das hängt vom Motiv ab. Für Landschaften und Laub sind ISO 100 bis 400 und Blende f/8 ein guter Start. Stell den Weißabgleich auf Bewölkt oder Schatten, damit die Farben warm bleiben, und fotografiere in RAW, damit Du später noch Spielraum hast.
Morgens kurz nach Sonnenaufgang und am späten Nachmittag. Morgens hast Du oft Nebel und Dunst, abends warmes Gegenlicht. Weil die Sonne im Herbst auch mittags tief steht, kannst Du aber deutlich länger fotografieren als im Sommer.
Er ist kein Muss, aber der Filter mit dem größten Effekt im Herbst. Er nimmt den Glanz vom Laub und von Wasseroberflächen und macht die Farben dadurch kräftiger. Im direkten Gegenlicht wirkt er allerdings kaum.
Mit Gegenlicht durch die Blätter, einem Polfilter bei Seitenlicht und einem wärmeren Weißabgleich. Achte außerdem auf einen dunklen Hintergrund. Vor hellem Himmel wirkt jedes Laub blass.
Je nach Region und Höhenlage meist zwischen Mitte Oktober und Anfang November. Ein Sturm kann die Bäume aber innerhalb eines Tages kahl fegen. Warte also nicht zu lange.
Warme, gedeckte Farben wie Senfgelb, Bordeaux, Rostbraun, Creme oder Dunkelgrün. Sie passen zum Laub, ohne mit ihm zu konkurrieren. Neonfarben und große Logos lieber vermeiden.